In Ukraine begehen die russen weiterhin jeden Tag, jede Minute einen Völkermord. russland zielt auf unsere Kinder. russland tötet und entführt unsere Kinder, löscht ihre Identität aus. russland ist ein terroristischer Staat, der nur brutale Kraft kennt.
Insgesamt haben die russen seit dem Jahr 2022 616 Kinder getötet, 1863 verwundet und 19 546 zwangsweise nach Russland verschleppt. Und das sind nur die offiziellen Statistiken. Die tatsächlichen Zahlen sind höher.
Aber die Bastarde wissen, wo es am meisten weh tut. Sie wissen, dass sie dafür nicht bestraft werden – die Machthabenden werden wieder ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck bringen, und die Menschen in den Straßen werden weiterhin den Frühling, das Eis, die Blumen genießen, sich manchmal über hohe Preise und Migrant*inen beschweren, die die Arbeit machen, die sonst niemand machen will.
Und wisst ihr, was mich am meisten stört? Ich beginne zu begreifen, dass die Deutschen mich in den diesen drei Jahren haben versuchen mich zu gaslighten. Meine Gefühle und meine Realität wurden verleugnet. Mir wurde, wie vielen von uns Ukrainer*innen, direkt oder weniger direkt gesagt: “Du kannst doch nicht so böse sein.”, “Du kannst nicht alle so sehr hassen, das ist Diskriminierung, das ist Rassismus.”, “Ihr seid irgendwie die falschen Opfer.”, “Ihr solltet euch ruhig in die Ecke stellen und weinen, dann haben wir Mitleid mit euch.” Aber nein! Es reicht! Ich, wir, haben jedes Recht, wütend zu sein. Denn dies ist eine furchtbare Ungerechtigkeit, und es ist furchtbar wütend! Es tut furchtbar weh!
Jedes Mal, wenn ich „Putins Krieg“ höre, zuckt mein Auge zusammen. Als ob putin persönlich unsere Kinder tötet, unsere Frauen vergewaltigt und unsere Männer foltert. Als ob er persönlich alle Befehle gibt. Als ob russland vor ihm noch nie andere Staaten angegriffen oder Völkermord begangen hätte. Nein, es sind die russen, die das tun, die unsere Kinder töten, unsere Häuser zerstören und dann eine eigene Trophäe mitbringen für ihre Kinder: das Fahrrad eines ermordeten ukrainischen Kindes. Ja, ich hasse sie dafür. Ich werde ihnen das nie verzeihen können, ich verfluche sie für alles. Ja, ich bin ein unangenehmes Opfer, aber ich bin ein lebender Mensch, der großen Schmerz empfindet. Und ich habe das Recht, wütend zu sein, weil in meiner Heimat ein Völkermord stattfindet. Ja, es ist ein Völkermord, denn sie sprechen uns das Existenzrecht ab, sie sagen, dass das Wort ‚ukrainisch‘ jede Bedeutung verlieren muss. Ja, dies ist putins Krieg, so wie der Zweite Weltkrieg hitlers Krieg war.
Bei einer Kundgebung in Leipzig sagte eine Ukrainerin, dass wir darüber reden müssen, dass wir unangenehm sein müssen, dass wir sogar die Grenzen verletzen und den Frieden der Deutschen stören müssen. Und ich stimme ihr vollkommen zu! Tiefe Besorgnis kann Raketen und Panzer nicht aufhalten.
Ich weiß, dass sich einige Leute davon betroffen fühlen könnten und die Ukraine nicht mehr unterstützen. Aber dann habe ich eine Frage – wem geht es besser? Ist euch noch nicht klar, dass die Ukrainer*inen jetzt euren Frieden mit ihrem Blut bewahren? Ist euch nicht klar, dass Russland in der Ukraine aufhören nicht will? Sie verstecken ihre Pläne nicht, sie verkünden sie klar und laut fast jeden Tag – „von Ozean zu Ozean“. Sie wollen nicht besser oder wie andere leben – sie wollen, dass andere schlechter leben als sie selbst. Russland ist ein verrottetes Land, das nur Leid und Zerstörung bringt.
Wir müssen diesen Verrottungsprozess stoppen, russland stoppen, bevor der gesamte europäische Organismus von dieser Zerfall infiziert wird. Das russische Imperium muss fallen. Deshalb müssen wir weiterhin mehr Waffen und schärfere Sanktionen fordern, auch für ruscistischen Brennstoff.
Slawa Ukrajini! Ruhm für Ukraine!
Ich habe den letzten Absatz (mit dem Verrotungsprozess) jetzt, vor der Veröffentlichung, hinzugefügt. Irgendwie habe ich das Fehlen des letzten Absatzes nicht bemerkt. Wahrscheinlich, weil ich alles in Eile gemacht habe – 3 Tage zum Organisieren + Schreiben der Rede + Übersetzen.